Bauratgeber

RATGEBER 1: Wie spare ich Energie?

Hier finden Sie einige Tipps, die Ihnen einfach aber effizient helfen, Energie und somit Kosten zu sparen.

1. Schließen Sie sämtliche „Stromfresser“ in Ihrem Haushalt an funkgesteuerte Steckdosen an! Diese sind bereits ab zirka 10 Euro im Fachhandel erhältlich. Sie werden zwischen Steckdose und Steckdosenleiste installiert. Ein Knopfdruck genügt – und sämtliche „Stromsauger“ werden komplett ausgeschaltet.

2. Installieren Sie Bewegungsmelder! Speziell in den Außenbereichen des Hauses brennt das Licht oft unnötig lange. Hier schaffen Bewegungsmelder mit Dämmerungsschalter Abhilfe. Diese gehen nicht an, wenn es hell ist und lassen sich von Hand auf Dauerlicht umstellen.

3. Tauschen Sie Alt gegen Neu! Rund ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs im Haushalt gehen auf Kosten von Kühl- und Gefriergeräten. Der Austausch alter Modelle gegen moderne energiesparende Exemplare macht sich rasch bezahlt.

4. Wählen Sie die Raumtemperatur energiebewusst – heizen Sie kostensparend! Am Tag liegt die optimale Raumtemperatur zwischen 19 und 20 Grad – in der Nacht 4 Grad darunter. Jedes Grad darüber erhöht die Heizkosten um nicht weniger als 6 Prozent! Schlafzimmer und Vorräume können deutlich kühler sein – jedoch sollten sie nicht unter 15 Grad abkühlen, sonst kondensiert die Feuchtigkeit an den Außenwänden des Hauses. Halten Sie außerdem die Türen zwischen warmen und kalten Räumen geschlossen.

5. Vermeiden Sie jede Art von Wärmestau! Vorhänge und Möbel blockieren in vielen Fällen die bestmögliche Wirkung von Heizkörpern. Dadurch staut sich die Wärme – eine optimale Verteilung auf den gesamten Raum wird erschwert bzw. unmöglich gemacht.

6. Dämmen Sie die Rohrleitungen Ihres Hauses! Viele Heizungsrohre laufen durch den kalten Keller oder über den unisolierten Dachboden. Dadurch kühlen sie aus und verlieren einen beträchtlichen Teil der zuvor erzeugten Wärme bereits im Anfangsstadium. Durch die Dämmung werden diese Wärmeverluste auf ein Mindestmaß reduziert.

7. Dichten Sie Ihre Fenster und Türen ab! Feuchtigkeit und Kälte sind Stammgäste in Wohnungen und Häusern mit schlecht isolierten Fenstern und Türen. Durch kostengünstige selbstklebende Dichtungen können hier schon beträchtliche Verbesserungen erzielt werden.


RATGEBER 2: Wie vermeide ich Schimmelbefall?

Schimmel im Haus oder in der Wohnung ist nicht nur lästig und unansehlich, sondern kann auch gesundheitsgefährdend sein. Hier gilt das Prinzip der Vorbeugung, danach müssen die Ursachen des Schimmels beseitigt werden.

Schimmel braucht für sein Wachstum vor allem eines – viel Feuchtigkeit! Diese gelangt entweder direkt durch Wassereintritt bei Rohrbrüchen, Überschwemmungen, Mauerrissen oder kaputte Dächer in die eigenen vier Wände oder durch eine nicht ausreichende Abfuhr hoher Luftfeuchtigkeiten (schlecht dosiertes Heizen und Kondensation innerhalb der Zimmer). 

Die effektivste Bekämpfung von Schimmel ist das Lüften. Hier ist auf die Luftwechselrate zu achten. Schalten Sie bis zu drei Mal am Tag die Heizung aus und lüften Sie bei vollständig geöffneten Fenstern quer durch die ganze Wohnung bzw. das gesamte Haus. Hierbei sollten die Fenster der jeweils gegenüberliegenden Seiten gleichzeitig geöffnet werden. Dadurch wird ein starker Luftstrom erzeugt, der die Feuchtigkeit rascher „hinaustreibt“. Speziell im Bad und in der Küche ist es enorm wichtig, die Lüftung auch öfter bzw. separat durchzuführen.

Bei weiterhin hoher Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen empfiehlt sich der Einsatz von Luftentfeuchtern. Schon ein paar Stunden jeden zweiten Tag genügen, um das Klima von gefährdeten Zimmern merk- und messbar zu verbessern.


RATGEBER 3: Glühbirne versus Energiesparlampe

Was ist wirklich dran an der vielgepriesenen Energiesparlampe (auch Kompakt-Leuchtstoff-Lampe genannt)? Ist sie wirklich so viel effizienter und ökonomischer als die gute alte Glühbirne?

Der Vergleich: 5 Prozent der elektrischen Leistung wird bei der Glühbirne in Licht umgewandelt – bei der Energiesparlampe sind es 25 Prozent. Eine Glühlampe hat im Durchschnitt eine Lebensdauer von 1000 Stunden – die Energiesparlampe „überlebt“ im Schnitt 4500 bis 19000 Stunden. Dazu verbrauchen Energiesparlampen 75 bis 80 Prozent weniger Strom als ihre altgedienten Vorgänger.

Aber wo so viele Vorteile, da gibt es auch Nachteile: Die Glühbirne brennt sofort bei Betätigung des Lichtschalters, die Energiesparlampe benötigt eine relativ lange Aufheizphase von 0,2 bis 2 Sekunden, während der sie nur 50 bis 80 Prozent ihrer Endhelligkeit liefert. Dies ist besonders bei Lampen, die nur kurz benötigt werden – wie in Treppenhäusern, Abstellkammern oder im Außenbereich unter Einsatz von Bewegungssensoren – sehr ungünstig. Denn bei jedem Zündvorgang altert die Energiesparlampe um ein paar Stunden – egal, wie lange sie eingeschaltet bleibt.

Energiesparlampen werden in der Wahrnehmung als kalt und grell empfunden, da sie rote, warme Töne schlecht bis gar nicht abbilden. Dazu lassen sie sich nur mit einem speziellen – relativ teuren – elektronischen Vorschaltgerät dimmen.

Infrarot-Fernbedienungen senden in einem Bereich von 20 bis 50 kHz und sind dadurch anfällig für Störungen durch Energiesparlampen. Fehlschaltungen und Einschränkungen in der Reichweite der Fernbedienungen können die Folge sein.

Eine Energiesparlampe ist ökonomisch empfehlenswert, ökologisch jedoch verliert sie eindeutig gegen die Glühbirne. Denn Energiesparlampen enthalten unter anderem durchschnittlich 5 mg Quecksilber und müssen deshalb als Sondermüll entsorgt werden, während die Glühbirne im Restmüll landen darf.

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